GÜLTIG AB MÄRZ 2013, ZVR: 917984782  

                                                         

               ZUCHT- UND EINTRAGUNGSBESTIMMUNGEN

                                   des Österreichischen Yorkshire Terrier Klubs

 

Im Allgemeinen gelten die Zucht- und Eintragungsbestimmungen des Österreichischen

 Kynologen Verbandes (kurz ÖKV), A-2362 Biedermannsdorf;Siegfried Markus-Strasse 7,

 sowie das österreichische Tierschutzgesetz in der geltenden Fassung.

Die Zucht- und Eintragungsbestimmungen sind Bestandteil der Satzung des ÖYTK.

Im Besonderen gelten folgende Bestimmungen für alle Züchter von Yorkshire Terriern:

 

(Die zusätzlichen Ergänzungen sind im Text fettgedruckt und kursiv kenntlich gemacht).

 

Ab 8.März 2016: § 1 b) ergänzt.-

 

§ 1. Es darf nur mit bewerteten und zuchtwürdigen Tieren gezüchtet werden. Der Mindestformwert

       für Rüden und Hündinnen ist „sehr gut“. Die Formwerte für in Österreich stehende, zur Zucht

       verwendete Hunde deren Würfe ins Österreichische Hunde Zucht Buch (kurz ÖHZB) zur

       Eintragung gelangen, müssen von zwei anerkannten Richtern auf zwei verschiedenen offiziellen

      Sonderausstellungen des ÖYTK, einer Nationalen und einer Internationalen, in Österreich

      erworben worden sein. Bei im Ausland erworbenen Hunden werden auch die im Ausland

      erworbenen Mindestformwerte anerkannt. Wird ein im Ausland stehender Rüde zum Decken

      einer in Österreich stehenden, in das Österreichische- Hunde-Zucht- Buch (kurz ÖHZB)

      eingetragenen Hündin verwendet, muss für diesen der Formwert (verliehen durch einen

       anerkannten Richter) nachgewiesen werden.

 

a.)   Alle Hunde, mit denen gezüchtet wird, müssen sich einer Patella-Luxations-

        Untersuchung unterziehen. Diese Untersuchung darf nicht vor Vollendung des

        1.Lebensjahres erfolgen.

Die Untersuchung bzw. Beurteilung darf nur ein berechtigter Tierarzt vornehmen.

Zum Nachweis der Identität sind auf dem Befund der vollständige Name,

ÖHZB-Nummer und Chip-Nummer des Hundes sowie der Name und Adresse des

Besitzers anzugeben.

Auf dem jeweiligen Befund muss die Zuchtbuchnummer/ angegeben werden

 (Chipaufkleber).

Hunde die bereits vor 2009 in der Zucht stehen, sind ausgenommen, jedoch empfohlen.

 

Die Patella-Untersuchung muss vom Zuchtwart / Zuchtwartstellvertreter laut

Untersuchung des Tierarztes, in die Ahnentafel eingetragen werden.

Gezüchtet darf nur mit 0/0, wenn 1/0 oder 1/1, muss der Partner 0/0 haben.

 

b.)   Hunde mit nicht geschlossener Fontanelle dürfen nicht für die Zucht verwendet

        werden.

Sollte bei der Wurfabnahme festgestellt werden, dass ein Welpe eine nicht

 geschlossene Fontanelle hat, so ist der Züchter verpflichtet, die Hündin einer

 Screening Untersuchung  bezüglich Fontanelle zu unterziehen, anderenfalls

darf  er mit dieser Hündin nicht weiterzüchten.

 

c.)   Herzuntersuchung ist nicht verpflichtend,  jedoch empfohlen.

 

§ 2. Mit dem Formwert „gut“ bewertete Hündinnen können nur in Ausnahmefällen mit einer

Sondergenehmigung des Vorstandes zur Zucht verwendet werden.

 

§ 3. Der Vorstand hat das Recht, auch mit „sehr gut“ bewertete Hunde von der Zucht

       auszuschließen, wenn sie bei einer Bewertung den Vermerk „zuchtbedenklich“ erhalten oder

       sich als schlechte Vererber erwiesen haben, von erbbedenklicher Abstammung sind oder

       später erworbene körperliche Gebrechen haben.

Mit nervösen und scheuen Hunden darf nicht gezüchtet werden. Den Züchtern steht der

Zuchtwart zur Aufklärung und Beratung zur Verfügung. Fragen und sich beraten lassen

 fördert unsere Rasse, führt zum Erfolg und schafft Freude am Hundesport.

 

§ 4. Als Züchter gilt der Besitzer der Hündin zur Zeit der Deckung.

Jeder beabsichtigte Deckakt ist vor Eintreten der Hitze vom Züchter (Hündinnen-

Besitzer) dem Zuchtwart zu melden. Bei Nichteinhaltung dieser Vorschrift wird vom

Vorstand des ÖYTK eine Strafe des Strafkatalogs gemäß § 16 der Zucht- und

Eintragungsbestimmungen ausgesprochen.

 

§ 5. Jeder Wurf ist sofort dem Zuchtwart zu melden, der nach Möglichkeit schon in den ersten

Tagen eine kurze Besichtung der Welpen und der Mutterhündin vornehmen kann

Die unbedingte Besichtung erfolgt ca. in der 8. Woche. Vorher darf kein Welpe abgegeben

werden.Welpen müssen bei der Wurfabnahme zweimal geimpft sein. Die Impfpässe müssen

dem Zuchtwart bei der Wurfabnahme vorgelegt und dem Käufer des Welpen übergeben

werden. Diese Regelung dient zum Schutz der Welpen und zur Absicherung des Züchters.

Für nicht gezeigte Welpen wird keine Ahnentafel ausgestellt. Die Wurfabnahme erfolgt

ausschließlich durch den Zuchtwart, der Vorstand hat aber die Möglichkeit, in

Ausnahmefällen (Krankheit, dienstliche Verhinderung, unüberwindbare Differenzen zwischen

Züchter/Zuchtwart), die Wurfabnahme von einem von ihm vorgeschlagenen Stellvertreter

bzw. Tierarzt oder von einem Zuchtwart eines anderen Klubs vornehmen zu lassen.

Die daraus entstehenden Kosten (amtliches Km-Geld, Wurfabnahmekosten des Tierarztes)

sind ausschließlich vom Züchter zu begleichen. Ein Verstoß gegen § 5 hat – außer bei

vorheriger Genehmigung durch den Zuchtwart oder den Vorstand – die Ausstellung von

B-Papieren zur Folge.

 

a.   Die Kosten der Wurfabnahme sind vom Züchter zu tragen, und werden vom ÖKV

mit der Gebühr für die Ahnentafeln eingehoben.

b.   Der Zuchtwart des ÖYTK darf nicht die Würfe seines eigenen Zwingers abnehmen.

 

§ 6. Vor dem Wurf hat der Züchter um einen Züchternamen anzusuchen, sofern er noch keinen

besitzt. Ohne Züchternamen gibt es keine Eintragung in das ÖHZB. Das Ansuchen ist an den

ÖKV zu richten. Der Antrag zum Schutz des Züchternamens ist mit dem vom ÖKV

aufgelegten Formular vorzunehmen. Der beantragte Züchtername muss sich deutlich von

bereits bestehenden Züchternamen unterscheiden. Es sind mindestens drei verschiedene

Züchternamen vorzuschlagen.

 

Für jeden Wurf sind dem Zuchtwart die entsprechenden Formulare (Deckbescheinigung gut

leserlich ausgefüllt mit Originalunterschrift, Eintragungsformular gut leserlich ausgefüllt mit

Originalunterschrift, Zuchtstättenkarte, Fotokopie des Abstammungsnachweises des

Deckrüden,

Originalabstammungsnachweis der Hündin, Fotokopien der Ausstellungsergebnisse) zwecks

Eintragung der Welpen in das ÖHZB bei der Wurfabnahme zu übergeben.

 

§ 7. Zulässiges Zuchtalter:

Für Hündinnen vom 15. Monat bis zum vollendeten 7. Lebensjahr.

Für Rüden ab dem vollendeten 9. Lebensmonat ohne Altersobergrenze.

Unter der Voraussetzung, dass sie die erforderliche Mindestbewertung „Sehr gut“ von zwei

Richtern bei einer Internationalen Hundeausstellung (kurz IHA) und bei einer Nationalen

Hundeausstellung (kurz NHA), erhalten haben. Eine Zuchtverwendung älterer Tiere bedarf

der ausnahmsweisen und besonderen Genehmigung des Vorstandes.

 

a.       Eine Hündin die fünf Würfe aufgezogen hat, darf nicht mehr zur Zucht verwendet werden.

 

b.       Jede Geburt mittels Kaiserschnitt muss dem Zuchtwart gemeldet werden. Nach einem

Keiserschnitt ist mindestens ein Jahr Zuchtpause einzuhalten – gerechnet von Decktag

zu Decktag. Eine Hündin die zweimal durch Kaiserschnitt entbunden hat, darf mit

Rücksicht auf ihre Gesundheit nicht mehr zur Zucht eingesetzt werden.

 

§ 8. In Österreich geworfene Hunde müssen in das ÖHZB eingetragen werden. Aus dem

Ausland eingeführte Hunde müssen gegen Vorlage der Ahnentafel des Ursprungslandes und

Bestätigung´des jeweiligen Dachverbandes in das ÖHZB eingetragen werden.

 

§ 9. Einer Hündin ist im allgemeinen nicht mehr als ein Wurf jährlich zumutbar –

gerechnet von Decktag zu Decktag.

Bei Nichteinhaltung dieser Vorschrift wird vom Vorstand des ÖYTK eine Strafe des

Strafkatalogs gemäß § 16 der Zucht- und Eintragungsbestimmung ausgesprochen.

 

§ 10. Bei Abgabe des Hundes ist die Ahnentafel unentgeltlich mitzugeben; sie gehört zum Hund

und bleibt bei Ihm. Ahnentafeln verstorbener Hunde sind ungültig.

Über den Tod eines Hundes ist der ÖYTK zu verständigen.

 

§ 11. Zur Vermeidung späterer Meinungsverschiedenheiten werden alle Züchter aufgefordert, die

Vereinbarung über zu bezahlende Deckgebühren überlegt und schriftlich festzusetzen. Bei der

Wahl eines Welpen als Decktaxe ist auf Geschlecht und Anzahl der gefallenen (belassenen)

Welpen Rücksicht zu nehmen. Wenn nur ein Welpe im Wurf ist und der Züchter selbst auf

ein Jungtier zur weiteren Aufzucht Wert legt, kann die Decktaxe in Geld abgelöst werden. Bei

Würfen mit einem oder zwei Welpen sollte sich der Rüdenbesitzer sportlich zeigen und keinen

Welpen beanspruchen. Die Decktaxe ist jedoch eine Schuld, die beglichen werden muss.

So lang der Verkaufspreis eines Welpen oder Hundes nicht vollständig ausbezahlt ist, ist der

Verkäufer nicht verpflichtet, dem Käufer den Abstammungsnachweis auszufolgen.

 

§ 12. Der Zuchtwart hat das Recht, die artgerechte Haltung und den Lebensraum der Hunde zu

kontrollieren. Die Reinhaltung der Zuchtstätte ist Pflicht jedes Züchters.

Auch bei Nichtmitgliedern des Klubs, die ihre Hunde in das ÖHZB eintragen lassen, werden

diese Zuchtbestimmungen angewandt und sind für sie verbindlich.

Jeder Züchter ist verpflichtet, dieses Merkblatt mit der Ahnentafel an den Käufer eines

Hundes abzugeben. Bei Nichteinhaltung dieser Vorschrift wird vom Vorstand des ÖYTK

eine Strafe des Strafkatalogs gemäß § 16 der Zucht- und Eintragungsbestimmung

ausgesprochen.

 

§ 13. Bezüglich einer eventuellen Zuchtmiete gelten die Bestimmungen des ÖKV.

 

§ 14. Im Allgemeinen überlegt man jeden beabsichtigten Deckakt vorher sehr genau und züchtet

nur, wenn man die Gewissheit hat, Abnehmer mit einem guten Platz für die zu erwartenden

Welpen zu finden.

 

§ 15. Klubservice

1.   Die Welpenvermittlung ist eine reine Serviceleistung des Klubs, die auf Freiwilligkeit

beruht und daher nur erfolgen kann, wenn die Daten vom Züchter an die Welpenvermittlung

weiter gegeben werden. Es besteht seitens der  Züchter kein

Anspruch darauf und kann daher auch nicht eingeklagt oder eingefordert werden. Sollten die

 Voraussetzungen nicht zur Gänze erfüllt werden, entfällt das Service für diesen Züchter.

2.       Nach erfolgtem Verkauf der Welpe sind Namen und Adressen der Welpenkäufer  um-

gehend  an den Zuchtwart des ÖYTK zu übersenden.

Die Daten werden nach allen Richtlinien des Datenschutzes behandelt.

3.       Verabsäumt der Züchter, den Zuchtwart  umgehend nach Abgabe der Welpen die

vollständig ausgefüllte Welpenabgabeliste zuzusenden, so steht ihm für den nächsten Wurf

die Welpenvermittlung nicht zur Verfügung.

4.       Das Service der Welpenvermittlung für ausländische Klubmitglieder kann nur dann in

Anspruch genommen werden, wenn entsprechender Bedarf besteht und dieser von den

österreichischen Züchtern nicht abgedeckt werden kann.

 

§ 16. Strafausmaß des ÖYTK:

1.       schriftliche Verwarnung

2.       € 50,-- Unkostenbeitrag

3.       € 100,-- Wiederholungsfall

4.       befristete Zuchtsperre

5.      Disziplinarverfahren.

 

Diese Zucht- und Eintragungsbestimmungen des ÖYTK treten mit 13. März 2013 in Kraft.

Alle vorherigen Zucht- und Eintragungsbestimmungen des ÖYTK verlieren damit ihre Wirkung.